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Stadt Most (deutsch: Brüx)

Die Statutarstadt Most befindet sich nordwestlich in Tschechien am Fluß Bílina. Die erste schriftliche Erwähnung über die Besiedlung stammt aus dem Jahr 1040, beschrieben in der Kosmaskronik. Im 12. Jahrhundert wurde hier, unter dem Berg Hněva, eine Siedlung auf der Kreuzung der Handelswege von Böhmen nach Sachsen gegründet (vom Stamm Hrabišiců, später Herren von Rýzmburg, die in der damaligen Zeit zu den vordersten Stämmen der Fürsten in der Tschechei gehörten). Zum Schutz wurde auf dem Berg eine Festung gebaut - in der ersten Hälfte des 13. Jahrhundert wurde hier eine steinerne Burg erbaut. In der Zeit der Herrschaft des Jan Lucemburský (1296-1346) und seines Sohnes Karel IV (1316-1378) wurde Most zu einer reichen und bedeutenden "königlichen" Stadt. In dieser Zeit erlebte die Stadt dank des Handels, Entwicklung von Gewerbe, aber auch durch Wein, der an den Weinbergen um die Stadt schon im 13. Jahrhundert angebaut wurden, großen Aufschwung. Im Jahre 1515 erreichte die Stadt ein vernichtender Brand. Danach wurden mehrere Umbaumaßnahmen und Modernisierungen besonders im Zentrum der Stadt durchgeführt. In dieser Zeit entstand das Renaissancerathaus und die spät-gotische Dekantkirche der "Auferstehung der Jungfrau Maria". In Zeit der Herrschaft des Kaisers Ferdinand III (1608-1657) wurde die Burg Hněvin abgerissen. Neu aufgebaut im historischen Stil wurde sie erst im Übergang des 19. und 20. Jahrhundert. Heute ist hier ein Hotel, Gaststätte und Aussichtsturm.

Schicksal der alten Stadt Most war die Förderung der Kohle, die am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhundert aus der Stadt ein bedeutendes Industriezentrum machte und das Zentrum des Braunkohlenbeckens war. In Hinsicht auf die großen Kohlebestände, die direkt unter der Stadt lagerten, wurde im August des Jahres 1963 der Abriss der Stadt beschlossen. Die Abtragung einzelner Stadtteile der alten Stadt Most wurde im Jahre 1965 begonnen und am 1. April 1987 beendet. Gleichzeitig entstand die neue Stadt Most im Stil der modernen Architektur.

Schon im Jahre 1965 wurde ein Beschluss für die Rettung der Kirche gebilligt. Mit dieser Aktion wurde die Kirche mit Hilfe von 53 hydraulischen Wagen auf Schiene um 841 m verschoben. Die Verschiebung der Kirche wurde in das Guinessbuch der Rekorde eingetragen, als Übertragung des schwersten Gegenstandes (12.000 t) per Schiene. Die Kirche wurde am 8. Februar 2010 als Nationales Kulturdenkmal ernannt.

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Stadt Osek (deutsch: Ossegg)

Die Stadt Osek liegt am Fuße des Erzgebirges im Bezirk Ústí nad Labem. Zu Beginn des 13. Jahrhundert gründeten die Hrabišicer, eine der mächtigsten Herrschaften der damaliger Zeit, die Stadt auf dem Weg nach Sachsen. Zur Entwicklung der Stadt hat bedeutend auch der Zisterzienserkonvent beigetragen, der unter dem Patronat der Abtei im deutschen Waldsassen schon im Jahre 1196 entstand und von Slavek von Hrabišic nach Böhmen gebracht wurde.

Der Bau des Klosters begann im Jahre 1206 mit der Niederlegung des Grundsteines der Kirche der Heiligen Maria. Schon nach zwei Jahren wurde der Hauptaltar und der Friedhof geweiht. Zum Vermögen des Kloster zählten zahlreiche Grundstücken, Renten und ganze Dörfer. Unter dem Schutz des Königs Přemysl Otakar I, des Prager Bischofs Daniel und Papst Inocenc III, erweiterte sich das Kloster sehr schnell und stärkte seinen Einfluss. Neben dem Kloster entwickelte sich Dank des Boreš von Rýzmburk, vom Stamm Hrabišic, auch die Stadt und die Umgebung. In den Jahren 1240-1250 baute er über der Stadt die Burg "Reisenburk", später Osek benannt. Trotzdem das Kloster im Laufe der Geschichte, in Zeiten der Kriege, die über das Land zogen, sehr oft geplündert und vernichtet wurde, gelang es immer wieder, weitere Tätigkeiten zu sichern.

Um die Entwicklung der Kirche verdiente sich sehr der Abt Benedikt Littwerich. Er lud aus Litoměřice den italienischen Baumeister Ottavia Broggio ein, der in den Jahren 1712-1718 das ursprünglich gotische und romanische Bauwerk im Barockstil umbaute. Zu heutiger Zeit blieb das romanische Portal und der gotische Kapitelsaal mit dem preiswertesten Gegenstand erhalten, das ist der steinerne romanische Ständer pulpit für liturgische Bücher, der auf dem Altar liegt, und ist in der Erfassung als Kulturdenkmal von internationaler Bedeutung - eingetragen beim UNESCO Welterbe.

Im Jahr 1992 wurde das Kloster dem Zisterzienserorden zurückgegeben und im Jahr 1995 als nationales Kulturdenkmal ernannt. 1996 feierte das Kloster 800 Jahre Gründung. Zur Zeit ist das Kloster ohne Mönchen-Konvent. Um den Gang des Klosters sorgt der Tschechische Kreis der Klosterfreunde Osek.

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